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9.9.2010 : 8:34 : +0200

Goldene Sportehrennadel des PTTV für 50 Jahre als aktiver Spieler

Gerhard Uhl

Gerhard Uhl

Zu dem nun zu ehrenden Sportfreund habe ich eine ganz besondere Beziehung, ist er bei mir zu Hause doch insofern täglich präsent, als dass die erste Urkunde, welche ich als Tischtennisspieler bekommen habe und an der Wand meines Büros hängt, rechts unten mit seiner Unterschrift versehen ist.

 

Auch seinen Pass habe ich mir angeschaut. Für den SV Zell ging er ab dem Spieljahr 1954/55 an den Start, anschließend war er für die SV Edenkoben aktiv. In zum Glück schon lange zurückliegender Zeit soll er, wie er mir unter der Hand bekundet hat, und was ich als Verbandsfunktionär eigentlich gar nicht wissen darf, sogar in einer Saison mal gleichzeitig für zwei Vereine gespielt haben. Nun aber holt er schon fast 35 Jahre Punkte für den TTC Burrweiler.

 

Immer noch ärgert er vor allem die jungen Spieler, wenn er deren Topspin mit seinem Hartbrett wegblockt. Legendär schon seine Entschuldigungsrufe nach vermeintlichen Kantenbällen, wobei die Betonung auf vermeintlich liegt, denn die Bälle haben den Tisch meist gar nicht berührt, aber immerhin hat er mal wieder den Gegner verwirrt. Dabei braucht er solche Psychospielchen eigentlich nicht, reicht seine individuelle Klasse doch auch heute noch aus, um zu positiven Ergebnissen zu kommen, was gerade wieder sein Sprung ins vordere Paarkreuz der zweiten Mannschaft bewiesen hat.

 

Gerne erinnert man sich an die Zeit wo er als Jugendwart tätig war und man als Schüler oder Jugendlicher Trainingsabende mit kleinen Turnieren erleben durfte an deren Ende die Siegerehrung stand. Für Platz Eins eine Tafel Schokolade oder eine Tüte Gummibären, Chips oder ähnliches, und vor allem für alle Teilnehmer Mohrenköpfe bis zum Abwinken. Das alles in bester Qualität aus dem Hause des bekannten Lebensmitteldiscounters mit vier Buchstaben, dessen Namen ich hier aus werberechtlichen Gründen nicht nennen darf.

 

Ab und an gingen auch bei ihm Spiele und Trainingsabende in die Verlängerung und

wenn er dann nach Hause kam, wartete auf ihn seine liebe Helga. Wie deren Freude,

ob der Heimkehr ihres Stars dann aussah, stelle ich mir ungefähr so vor.

Bild : Heimkehr des Stars.

 

Wenn er dann total geschafft vom anstrengendem Sport in sein Bett sinkt und

eingeschlafen ist, dann träumt er noch von tischtennisspielenden Amazonen.

Damit diese Träume greifbar werden, habe ich auch hierzu ein bild mitgebracht, das da so treffend heißt: Der Traum des Gerhard U.

 

Abschließend habe ich mir erlaubt ihn anhand der Buchstaben seines Nachnamens

ganz kurz zu charakterisieren: U wie Unheimlich fit - H wie Helgas Liebster und L

wie lustig, aber auch listig und vor allem liebenswert.

 

Jetzt komme ich aber zum eigentlichen Anlass meiner Ausführungen. Fünfzig Jahre

ist er schon für Mannschaften des pfälzischen Tischtennis-Verbandes aktiv und

deshalb darf ich ihm die goldene Sportehrennadel überreichen.

 

Ehrung anlässlich der Mitgliederversammlung am 1. Februar 2005