Sie sind hier: Home / Leute / Erhard Weyrauch
DeutschEnglishFrancais
9.9.2010 : 19:17 : +0200

Leute


Weiter Links mit Berichten von und über Erhard.

undefinedVereinslied

undefinedMatchwinner

undefinedErhards Serie


Anekdoten aus dem Tischtennis-Leben des Erhard Weyrauch

Erhard Weyrauch

Sagt mir ist es wirklich wahr?

Erhard ist schon siebzig Jahr?

Mit 70 war man wie man weiß

früher doch schon längst ein Greis.

Doch sieht man wie er sich bewegt

wie er sich ins Zeug noch legt

und seine Barbara umschwärmt

ist er von siebzig weit entfernt.

Voll Ehrgeiz und mit viel Elan

steht er beim Tischtennis sein‘ Mann.

3. Mannschaft und Senioren

hat selten da ein Spiel verloren.

Oft als Coach ist er im Team

wenns zwickt in Hüften oder Knieen. –

 

Begonnen hat er seine Karriere beim OSC in Frankfurt-Hoechst 1951-1970. Dann, 1971/72 spielte er in Berlin, wo er das kräftige Stampfen mit dem rechten Fuß gelernt hat. (In Berlin muss man sich durchsetzen, das sieht man noch heute!)

Aber bald zog Erhard mit Familie in die Pfalz. 1973 bei einem Abendessen im Burrer Winzer erzählte er der Wirtin, dass er auf der Suche nach einem neuen TT-Verein sei. Fix stellte ihn die clevere Gastwirtin dem TTBoss  von Burrweiler vor, der zufällig in besagtem Winzer gerade eine Sitzung leitete. Somit waren die Bande geknüpft. Gleich, beim nächsten Tischtennis-Training zeigte er, was er so drauf hat. Man erkannte ihn als „älteren Rohdiamanten“ und Karl Kropf und Gerhard Uhl besorgten noch in gleicher Woche bei der Passstelle in Ludwigshafen die Spielberechtigung – bis zum heutigen Tag.

Sein Einstand in der Burrweilerer Mühle war spektakulärer als jeder Sieg im dritten Satz 21:19! Er war zwar mit dem Ford fort, brauchte aber für die Heimfahrt einen Taxifahrer. Das übernahm Alois Hayna, das wird er nie vergessen, wie oft er zwischen Burrweiler und Roschbach anhalten musste!

„Der TTC Burrweiler ist unser Verein…“ Dieses Vereinslied stammt aus der Feder unseres Jubilars. Auch als Moderator zum 40. Vereinsjubiläum machte er eine gute Figur. Als Schiedsrichter ist Erhard superfair, sodass im Zweifelsfall sogar die eigenen Mannschaftskameraden den kürzeren zogen… so fair ist er unser Erhard.

1984/85 war sportlich ein erfolgreiches, tolles Jahr: Meisterschaft in der Bezirksliga, Bezirks- und Pfalz-Pokal für Bezirksliga-Mannschaften. Da schwärmt unser Erhard in höchsten Tönen. Ansonsten verdiente sich Erhard seine TT-Gage abwechselnd in der 1. und 2. Mannschaft über Jahrzehnte.

Nun noch ein paar kleine Anekdoten für alle, die ihn noch nicht so richtig kennen. Bei einem TT-Spiel schälte Erhard akribisch eine halbe Stunde lang eine Orange. „Oh, sieht ja supersauber aus das Ding, gibst Du mir bitte zwei Stückchen?“ fragte ein Mannschaftskamerad und – huch – weg war sie – und Erhard hatte außer „babbiche Händ“ nix davon.

Wieder war mal eine Tischtennis-Sitzung im „Burrer Winzer“. Erhard bestellte sich einen Schoppen Wein, nippte, und stellte Korkgeschmack fest. „Probier mal bitte Gerhard, ich glaube der hat Kork!“ Natürlich hatte der Wein Korkgeschmack und wie! Ich aber sagte, „Ich kann nix feststellen, der ist einwandfrei!“ und gab den Schoppen augenzwinkernd an Rolf weiter, der bestätigte, dass nix sei und gab an Hans weiter, so machte der Schoppen seine Runde und stand leer vor Erhard, jetzt hatte er wirklich „keinen Kork“!

Weitbekannt ist Erhard, dass er immer eine weiße Binde an der Schlaghand trägt – auch deshalb heißt es Verbandsliga. In Grünstadt musste Erhard tanken. Er lies munter den Saft in seinen Tank laufen. Da erschien mit hochrotem Kopf ein Benzinkunde, riss ihm den Zapfhahn aus der Hand und sagte laut: „des hämmer gern, ich hab den Sprit bezahlt un` sie zappen ihn. Hänn Sie noch nit gemerkt, dass des e Münztankstell‘ isch?

Mach weiter so lieber Sportkamerad! Mit 80 gibts den nächsten Artikel – mit hoffentlich weiteren schönen Anekdoten!

Helga und Gerhard Uhl,

November 2008